Besucht: Weingut Ernst Rußler in Rauenthal

Zum Rauenthaler Ernst Rußler gehen wir eigentlich sehr gerne. Meistens dann, wenn Rudi, ein Rauenthaler Original, die guude Stub’ “managt”. Dann findet man hier unter originellem wie prominentem Volk jede Menge lokalcolorierten Spass. Peter Beck beispielsweise ist Stammgast.

Zugegebener maßen ist das Ambiente bei Rußlers betagt, die Weine aber werden dafür immer frischer. Weinberg und Keller ist nämlich seit wenigen Jahren in der Hand des Jungwinzers Uwe Rußler. “Die Tradition bewahren und offen sein für Neues” ist dessen Motto. So findet man auf der Weinkarte einige für den Rheingau untypische Weine, die zu probieren sich in jedem Fall lohnen. Die Rebsorten Auxerois und Regent bringen interessante Geschmacksalternativen zu Riesling und Spätburgunder.

Mein persönlicher Tipp ist ein Rauenthaler Wülfen Pinot Noir Rosé oder ein Rauenthaler Steinmächer Spätburgunder blanc de Noir zum Klassiker “Himmel un’ Erd”. Und eine wirkliche Spezialität ist der Rauenthaler Rothenberg, Riesling Spätlese trocken, ein 100%iger Terroir-Wein aus mindestens 30 Jahre alten Reben. Zusammen mit im Speckmantel gebackenen Mozzarella ein delikates Vergnügen, wenn auch die Küche gut gelaunt ist. Das ist leider nicht immer der Fall. Hungrige Schnudedunker sind schon gelegentlich abgewiesen worden, weil die “Köchin um 21Uhr10 schon die Küche geputzt hat”. Hier müssen Rußlers unbedingt nachbessern! 

Antwort schreiben